5.2 Regelkunde - Kurzfassung
5.2.1 Hallen-Volleyball (Download
vollständiges Regelwerk)
(Aus: Offizielle Volleyball Spielregeln, Schorndorf)
- Volleyball ist eine Sportart, bei der sich 2 Teams mit je 6 Spielern auf einem
durch ein Netz (Höhe: 2,43 Meter bei den Männern, 2,24 Meter bei den Frauen )
geteilten Spielfeld gegenüberstehen. Der Ball wird (kann) mit allen Körperteilen
gespielt (werden).
- Das Spielfeld ist beim Hallen-Volleyball 9 x 9 Meter (jede Feldhälfte) groß.
- Ein Spiel wird über drei Gewinnsätze gespielt, die bis 25 Punkte gespielt
werden.
Ein entscheidender fünfter Satz wird bis 15 Punkte gespielt.
- Ein Satz wird mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Es gibt keine
Punktbegrenzung.
- Ziel des Spiels ist für jedes Team, den Ball regelgerecht über das Netz auf
den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu bringen und zu verhindern, dass er
in der eigenen Spielfeldhälfte zu Boden fällt.
- Der Ball wird von einem Aufschlagspieler ins Spiel gebracht. Er führt den
Aufschlag aus, indem er den Ball mit der Hand oder einem Arm über das Netz in
die gegnerische Spielfeldhälfte schlägt.
- Ein Team hat das Recht, den Ball dreimal zu schlagen (zuzüglich zum
Blockkontakt), um den Ball in die gegnerische Spielfeldhälfte zurückzuspielen.
- Der Spielzug dauert so lange, bis der Ball den Boden berührt, "aus" geht oder
es einem Team nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß zurückzuspielen.
- Punkten kann jedes Team, egal ob es Aufschlag hat oder nicht. Das so genannte
Rally-Point-System bedeutet: „für jeden Ballwechsel (rally) einen Punkt (point).
Unterschiede zum Beach-Volleyball
1. Im Hallen-Volleyball gibt es Rotations- und Positionsfehler.
2. Nach der Blockberührung im Hallen-Volleyball darf noch drei Mal gespielt
werden.
3. Im Hallen-Volleyball gibt es den so genannten Libero. Der Libero hat ein
andersfarbiges Trikot als seine Mitspieler an und darf nur auf den hinteren drei
Positionen spielen. Er darf nicht aufschlagen, blocken und angreifen (oberhalb
der Netzkante). Zudem darf er auch nicht im oberen Zuspiel aus dem Angriffsraum
zuspielen.
4. Ein Übertreten über die Mittellinie ist automatisch ein Fehler.
5. Pro Satz dürfen sechs Spielerwechsel durchgeführt werden.
6. Der Hallen-Volleyball ist vom Umfang kleiner und vom Innendruck höher.
7. Im Hallen-Volleyball ist die Angriffsfinte (Lob) mit der offenen Hand
erlaubt.
8. Im Hallen-Volleyball gibt es die so genannte Angriffslinie (3 Meter vom Netz
entfernt). Spieler auf den hinteren drei Positionen, dürfen aus diesem Bereich
den Ball nur unterhalb der Netzkante über das Netz spielen.
5.2.2 Beachvolleyball
(Aus: Offizielle Beach-Volleyball Spielregeln, Schorndorf)
- Beach-Volleyball ist eine Sportart, bei der sich 2 Teams mit je 2 Spielern auf
einem durch ein Netz (2,43 Meter bei den Männern, 2,24 Meter bei den Frauen
hoch) geteilten Sand-Spielfeld gegenüberstehen. Der Ball wird (kann) mit allen
Körperteilen gespielt (werden).
- Das Spielfeld ist beim Beach-Volleyball 8 x 8 Meter groß.
- Ein Spiel wird über zwei Gewinnsätze gespielt, die entweder bis 15 Punkte
gespielt werden oder bis 21 Punkte. Ein entscheidender dritter Satz wird immer
bis 15 Punkte gespielt.
- Ein Satz wird mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Es gibt keine
Punktbegrenzung.
- Ziel des Spiels ist für jedes Team, den Ball regelgerecht über das Netz auf
den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu bringen und zu verhindern, dass er
in der eigenen Spielfeldhälfte zu Boden fällt.
- Der Ball wird von einem Aufschlagspieler ins Spiel gebracht. Er führt den
Aufschlag aus, indem er den Ball mit der Hand oder einem Arm über das Netz in
die gegnerische Spielfeldhälfte schlägt.
- Ein Team hat das Recht, den Ball dreimal zu schlagen, um den Ball in die
gegnerische Spielfeldhälfte zurückzuspielen.
- Einem Spieler ist es nicht gestattet, den Ball zweimal hintereinander zu
schlagen (außer wenn er blockt oder beim ersten Schlag).
- Der Spielzug dauert so lange, bis der Ball den Boden berührt, "aus" geht oder
es einem Team nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß zurückzuspielen.
- Punkten kann jedes Team, egal ob es Aufschlag hat oder nicht. Das sogenannte
Rally-Point-System bedeutet: „für jeden Ballwechsel (rally) einen Punkt (point).
- Im nationalen Bereich gibt es zwei verschiedene Turnierformen.
a) Double-Elemination-System (Doppel-Ko-System):
Eine Mannschaft scheidet erst dann aus dem Turnier aus, wenn sie das zweite Mal
verloren hat (die Ausnahme ist das Halbfinalspiel)
b) Pool-Play-System (Gruppenspiele):
Zunächst werden in Gruppenspielen
die Teams für die nächste Runde ermittelt.
Dann folgt das Single-Elemination-System (Einfach-Ko-System),
d.h. bei einer dann folgenden
Niederlage ist das Team ausgeschieden.
Unterschiede zum Hallenvolleyball
1. Es gibt keine Rotations- und Positionsfehler.
2. Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner weder den Aufgabespieler
noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock verdecken. Auf Anfrage des
Gegners müssen sie sich seitwärts bewegen.
3. Der Block zählt als erste Ballberührung, nach einer Blockberührung sind nur
noch zwei weitere Berührungen möglich. Dies ist ein sehr wichtiger Unterschied,
denn wie auch in der Halle muss der zweite Ball technisch einwandfrei gespielt
werden. Auch wenn der Blockspieler den Ball nur leicht touchiert, ist es die
erste Ballberührung.
4. Pritschen zum Gegner ist nur im rechten Winkel (senkrecht) zur Schulterachse
erlaubt, außer wenn der Spieler zu seinem Mitspieler spielen will und der Ball
unbeabsichtigterweise zum Gegner fliegt.
5. Der Lob ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht mit der so
genannten offenen Hand über das Netz gespielt werden, sondern nur mit den
Fingerknöcheln (poke shot).
6. Der erste Ball darf bei einem hart geschlagenem Angriff einen Moment lang mit
den Fingern im oberen Zuspiel gehalten werden. Die Aufgabe ist allerdings kein
Angriff in diesem Sinn. Da es in der Halle inzwischen üblich ist, die Aufgabe
pritschender Weise anzunehmen, wird noch einmal darauf hingewiesen, dass dieses
im Beachbereich nicht erlaubt ist, sofern es technisch nicht einwandfrei ist.
7. Das Eindringen in den Spielraum, das Spielfeld oder die Freizone des Gegners
ist nur dann erlaubt, wenn dieser nicht in seinem Spiel gestört wird. Ein
”Übertreten” mit Gegnerberührung gilt in der Regel als Fehler.
8. Wenn sich ein ernster Unfall ereignet, während der Ball im Spiel ist, muss
der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen. Der Spielzug wird dann
wiederholt. Dem verletztem Spieler wird pro Satz eine Wiederherstellungszeit von
5 Minuten gewährt.
9. Tritt während des Spiels eine äußere Beeinträchtigung auf, wird das Spiel
unterbrochen und der Spielzug wiederholt.
10. Es gibt keinen Spielerwechsel.
11. Der Beach-Volleyball ist vom Umfang größer und vom Innendruck kleiner.
5.2.3 Internationale
Volleyballregeln (PDF)
5.2.4 Schiedsrichterzeichen