Turnierformen (Badminton/Tennis/Tischtennis/Schach u.a.)

 

Jeder gegen jeden
K.O.-System
Doppel-K.O.-System

K.O.-Pool-System
Gruppen-K.O.-System
Kaiserspiel

Schweizer System


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Jeder gegen jeden

Nach festgelegter Reihenfolge spielt jeder gegen jeden. Die Namen werden auf den vorbereiteten Formularen eingetragen, wobei jeder Name einer Nummer zugeordnet wird. Da dieses System sehr zeitaufwendig ist, empfiehlt es sich, besser mehrere kleine Gruppen als eine große Gruppe zu bilden. Die Anzahl der Gesamtspiele einer Gruppe mit n Teilnehmern kann nach der Formel n (n-1) : 2 schnell berechnet werden.

Beispiel: 8 Teilnehmer: 8 (8-1) : 2 = 28 Spiele; auf 4 Feldern = 7 Runden = 2 min. x 7 = 14 min. Gesamtdauer des Turniers.
 

Um Zeit zu gewinnen, ist es z. B. beim Badminton möglich , nur einen Satz mit 15 (Jungen) bzw. 11 Punkten (Mädchen) oder einen Langsatz mit 21 Punkten bzw. zwei mit 9 Punkten zu spielen.
 

                                     
 [zu den Paarungstafeln]

 

K.O.-System

Nur bei sehr großer Spielerzahl ist diese Turnierform aus organisatorischen Gründen zu wählen. Der Gewinner kommt eine Runde weiter, der Verlierer scheidet aus. Sehr wichtig ist es, dass zu Beginn des Turniers die Besten "gesetzt" werden, d.h., sie werden so in den Turnierplan eingetragen, dass sie erst sehr spät gegeneinander spielen müssten:
Der vermutlich beste Spieler wird bei einem 16er Feld an Position 1, der zweitbeste an 16, der drittbeste an 12 und der viertbeste an 5 "gesetzt".

 

Doppel-K.O.-System  

Diese Turnierform ähnelt dem K.O.-System, jedoch scheidet hier ein Spieler erst nach der zweiten Niederlage aus. Wenn ein Spiel in der Hauptrunde verloren wird, spielt man in der Trostrunde (Verliererseite) weiter und kann noch Turniersieger werden. Ein Nachteil besteht darin, dass sich das Turnier gegen Ende stark in die Länge zieht. Bei 16 Teilnehmern müssen manche Schüler bis zu 9 Spiele absolvieren, was natürlich längere Pausen bedingt.  

 

 

K.O.-Pool-System

Dieses Mischsystem beginnt mit zwei K.O.-Runden in Ranglistenform und wird dann in der Gruppenform "Jeder gegen Jeden" weitergespielt. Gegenüber einem reinen Gruppenturnier ist es früher beendet, und am Schluss werden in sehr homogenen Gruppen die Plätze ausgespielt. Da die ersten beiden Spiele über die späteren Platzierungsmöglichkeiten entscheiden, sollte vorher "gesetzt" werden.

 

 

Gruppen-K.O.-System

Es handelt sich um ein Mischsystem aus Gruppen­ und Ranglistenspielen, das den Vorteil hat, dass kein(e) Spieler(in) ausscheidet, sondern alle um die Plätze spielen.

 

Kaiserspiel

Die Felder sind fortlaufend nummeriert, wobei der Sieger des Spiels auf Feld Nr. 1 am Schluss Gesamtsieger ("Kaiser") ist. Entsprechend wird die Platzierung der anderen Teilnehmer weitergezählt: Verlierer auf Feld Nr. 1 ist Zweiter, Sieger auf Feld Nr. 2 ist Dritter usw. Wer gewinnt, wechselt jeweils zum Feld mit der niedrigeren Nummer (nach oben), wer verliert zum Feld mit der höheren Nummer (nach unten). Die Rangfolge der Spieler/innen lässt sich am Ende des Turniers daran ablesen, auf welchem Feld sie spielen.
 

Einige Regeln sollten beim Kaiserspiel beachtet werden:

Die Spieler/innen werden zu Beginn nach Spielstärke verteilt: Die Schwächsten beginnen auf Feld Nr. 1, die Stärksten auf Feld Nr. 8.Wenn mehr Spieler/innen als Plätze auf den Feldern vorhanden sind, sind die besseren Spieler/innen zu Beginn Reservespieler/innen (R 1-4). Damit ist gewährleistet, dass auch die Schwächeren lange im Turnier bleiben.
Eine Runde wird jeweils auf Zeit gespielt, d.h. auf ein Zeichen beginnen und enden die Spiele gemeinsam.
Bei unentschiedenem Spielstand wird bis zum nächsten Punkt weitergespielt. Durch diese Zeitbegrenzung lässt sich die Turnierlänge sehr gut organisieren. Insgesamt darf das Turnier nicht zu lange dauern, zumal es langweilig wird, wenn die Spieler pendeln und immer gegen dieselben Gegner antreten müssen. Man wartet, bis die Spielstärksten sich von unten bis zur "Kaiserposition" hochgearbeitet haben.
 

 

Schweizer System
Das Schweizer-System ist ein beliebtes Turniersystem, welches immer dann angewendet wird, wenn die Anzahl der Teilnehmer zu groß ist, um ein Rundenturnier durchzuführen.
Bei dieser Form der Turniersysteme wird zunächst die Rundenzahl festgelegt.

Nach Ermittlung der Rundenzahl werden für die erste Runde die Spielerpaarungen ausgelost.

In der zweiten Runde treten die Sieger gegen die Sieger und die Verlierer gegen die an.
In den darauf folgenden Runden kämpfen die Sieger mit den höchsten Punktzahlen gegeneinander, dann die mit den zweit höchsten usf.
Die jeweils erreichte Gesamtpunktezahl legt die Rangliste fest.

Es ist darauf zu achten, dass kein Spieler gegen einen Gegner zweimal antritt, beim Schach ist zusätzlich Farbwechsel zu berücksichtigen!

 

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