2.3 TECHNIK
2.3.1 Grundtechnik (Allgemeine Merkmale der Technik)
2.3.1.1 Schlägerhaltung
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In
Europa hat sich eine Schlägerhaltung durchgesetzt, bei der man beide Schlägerseiten
für die Ausführung bestimmter Schlagtechniken in Angriff und Abwehr verwendet. Da man den Schläger dabei aufnimmt, als wollte man jemandem die Hand geben, wird diese Schlägerhaltung auch als "Shakehand-Haltung" bezeichnet. |
Merkmale
der Shakehand-Haltung:
Daumen und Zeigefinger liegen auf dem unteren Rand des Schlägerblattes auf, der
Daumen auf der Vorhandseite, der Zeigefinger auf der Rückhandseite. Die übrigen
Finger umfassen haltend den Schlägergriff. Mit dieser Schlägerhaltung werden
alle Schlagtechniken ausgeführt. (Vgl. Abb.)
Mit
falscher Schlägerhaltung sind die Schlagtechniken nur unzulänglich auszuführen.
Deshalb muss schon bei Anfängern auf eine korrekte Haltung geachtet und
gegebenenfalls sofort korrigiert werden. Häufig treten fehlerhafte Schlägerhaltungen
beim Wechsel der Schlagtechnik auf, indem umgegriffen wird. Ein Umgreifen sollte
jedoch unbedingt vermieden werden, da es sich dabei um einen Versuch handelt,
falsche Bewegungsausführungen auszugleichen. Beim schnellen Wechsel von Vorhand
auf Rückhand bzw. umgekehrt schleichen sich durch das Umgreifen zudem leicht
Fehler ein.
2.3.1.2 Stellungen des Schlägers
Zum Zeitpunkt des Treffens weist das Schlägerblatt eine unterschiedliche
Stellung zur Schlagrichtung bzw. zur Waagerechten (Tischplatte) auf. Diese hängt
davon ab, in welcher Weise der ballannehmende Spieler auf das Flug- und
Sprungverhalten des Balles reagieren muss bzw. in welcher Weise er den Ball zu
retournieren beabsichtigt.
Ist der Winkel zwischen Schlägerblatt und
Schlagrichtung kleiner als 90', so spricht man von einer geschlossenen
bzw. halb geschlossenen Schlägerstellung.
Ist der Winkel größer als 90° so spricht man von einer geöffneten
bzw. halb geöffneten Schlägerstellung. Bei einem Winkel von 90°
spricht man von einer senkrechten Schlägerstellung.
Vor jedem Schlag muss der Spieler entscheiden, ob er mit Vorhand oder Rückhand
retourniert. Hierzu ist jeweils eine besondere Stellung erforderlich, deren
Einnahme in der Regel mehr oder weniger große Veränderungen in der Körperhaltung
und in der Spielposition nach sich zieht. Daher ist es zweckmäßig, dass sich
der Spieler nach jedem Schlag wieder in eine Bereitschaftsstellung
begibt. Nur aus dieser Stellung ist er in der Lage, sich möglichst schnell und
sicher in die entsprechende Stellung und Position für die einzelne
Schlagtechnik zu begeben.
2.3.1.3 Merkmale der Bereitschaftsstellung
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Der
Oberkörper ist nach vorn gebeugt, Unter- und Oberarm bilden einen Winkel von
ca. 90°. Die Beine sind in den Knien leicht gebeugt und gegrätscht, Füße stehen schulterbreit (ca. 30-50 cm) parallel nebeneinander. Das Gewicht ist auf die Fußballen verlagert. In dieser Bereitschaftsstellung befindet sich der Spieler in einem Abstand von ca. 1 m von der Grundlinie, wobei beim Rechtshänder die Position etwas zur linken Seite des Tisches hin versetzt ist. Dies geschieht deshalb, weil die Reichweite auf der Vorhandseite größer ist. Während der Bereitschaftsstellung entspricht die Schlägerhaltung der typischen Rückhandstellung. |
Von
der Bereitschaftsstellung in die Grundstellung für Vorhand- oder
Rückhandschläge.
(Erläuterungen beziehen sich jeweils auf Rechtshänder)
Die Bewegungsausführung zum Einnehmen der Grundstellung ist davon abhängig, in
welcher Entfernung von der Grundlinie der vom Gegenspieler geschlagene Ball
aufspringt, d. h. ob der Ball "lang" oder "kurz" gespielt ist. Bei
der Vorhand-Stellung wird bei einem "kurzen" Ball der linke Fuß nach
vorne gesetzt, bei einem "langen" Ball der rechte Fuß nach hinten. Bei der
Rückhand-Stellung wird bei einem "kurzen" Ball der rechte Fuß nach
vorne gesetzt, bei einem "langen" Ball der linke Fuß nach hinten. Diese
Bewegungsausführung gilt nur für die Grundstellung und muss für einige
Schlagarten abgeändert werden.
2.3.1.4 Merkmale der Rückhandstellung:
Bei Rückhandschlägen mit Rückwärtsdrall ist die Stellung wie bei Vorhandschlägen,
nur gegengleich, d. h., der rechte Fuß steht näher zum Tisch.
2.3.1.5 Merkmale der Vorhand-Stellung:
Die Schlagseite ist geöffnet; zwischen Körperquerachse und Grundlinie
besteht ein Winkel zwischen ca. 45 ° und 90°.
Der linke Fuß steht näher zum Tisch; beide Füße bilden einen (Vorhand-Stellung)
Winkel von ca. 90°.
Werden Rückhandschläge mit Vorwärtsdrall ausgeführt, so ist nur eine leichte Seitstellung zum Ball erforderlich. Die Ausführung ist sogar aus der Bereitschaftsstellung möglich.