2.3.2 Schlagarten
2.3.2.1 Der Rückhand Schupf-(Schlag)

Grundprinzip:
Die Bewegung verläuft von hinten oben nach vorne unten, der Ball wird mit der
unteren Hälfte des Schlägerblattes getroffen, dabei wird dem Ball eine Rückwärtsrotation
verliehen.
Körper/Rumpfbewegung:
Ausholphase:
Der Oberkörper wird nach vorn geneigt und die Schulterachse steht zunächst parallel
zur Grundlinie.
Treffphase: Die rechte Schulter wird leicht nach vorne genommen.
Ausschwungphase: Rückkehr in die Grundstellung.
Arm- und Handgelenkeinsatz:
Ausholphase:
Die Schlaghand befindet sich vor dem Bauch, der Schläger dient als Verlängerung
des Unterarmes. Der Winkel zwischen Ober- und Unterarm sollte ca. 90° betragen
und der Ellenbogen befindet sich frei vor dem Körper. Das Handgelenk und der
Unterarm sind locker nicht verkrampft und das Schlägerblatt ist geöffnet.
Treffphase:
Das Handgelenk und der Unterarm befinden sich in etwa in der Mitte zwischen Körper
und gestrecktem Arm. Der Ellenbogen bleibt fest. Treffen des Balles auf dem höchsten
Punkt der Flugbahn oder etwas davor.
Ausschwungphase:
Der Unterarm und die Schlägerspitze zeigen zum Netz und werden dann zurück in
die neutrale Position (Grundstellung) geführt.
Beinarbeit:
Ausholphase/Treffphase/Ausschwungphase: Die Fußstellung ist parallel zur
Grundlinie und das Körpergewicht ruht auf beiden Beinen und auf den Fußballen.
Variationen:
Durch einen gezielten Handgelenkeinsatz kann man den Ball mit oder ohne
zusätzlichen Schnitt
spielen. Um einen kontrollierten
Schupfball zu spielen kann der Ball auch in der fallenden Phase getroffen
werden.
2.3.2.2 Der Rückhand Block
Grundprinzip:
Die Bewegung verläuft von hinten nach vorne, wobei der Ball sehr früh und
zentral auf dem Schlägerblatt getroffen wird.
Körper/Rumpfbewegung:
Ausholphase:
Bei der Ausholphase wird der Oberkörper nach vorn geneigt.
Treffphase:
Bei der Treffphase bleibt der Oberkörper nach vorn geneigt.
Ausschwungphase:
Bei der Ausschwungphase bleibt der Oberkörper leicht gebeugt, zurück zur
neutralen Stellung.
Arm- und Handgelenkeinsatz:
Ausholphase:
Der Arm wird vor dem Körper angewinkelt. Die Schlägerstellung ist leicht
geschlossen, der Schläger ist als Verlängerung des Unterarmes zu sehen.
Treffphase:
Der Ball wird, bevor er den höchsten Punkt der Flugbahn erreicht hat vor dem Körper
getroffen. Schlägerblattstellung ist leicht geschlossen, je nach Spin des
ankommenden Balles kann die Schlägerblattstellung variiert werden.
Ausschwungphase:
Den Schläger und Unterarm ein wenig nach vorne mit dem Ball mitführen.
Beinarbeit:
Ausholphase/Treffphase/Ausschwungphase:
Fußstellung parallel zur Grundlinie, das Körpergewicht gleichmäßig auf beide
Beine verteilen.
2.3.2.3
Der Vorhand Konter (-Schlag)
Grundprinzip:
Die Bewegung erfolgt von hinten nach vorne oben wobei der Ball zentral auf dem
Schlägerblatt getroffen wird. Dem Ball wird (kaum) Rotation verliehen.
Körper/Rumpfbewegung:
Ausholphase:
Die rechte Schulter und Hüfte werden zurück genommen.
Treffphase:
Es erfolgt eine Hüft- und Schulterdrehung bis Hüfte und Schulter eine
parallele Linie mit der Grundlinie des Tisches bilden.
Ausschwungphase:
Der Oberkörper bleibt gebeugt - schnell zurück in die Grundstellung.
Arm- und Handgelenkeinsatz:
Ausholphase:
Der Oberarm entfernt sich vom Körper, der Unterarm wird parallel zur
Tischoberfläche ausgerichtet. Der Schlagansatz erfolgt seitlich neben dem
Körper
über Tischhöhe, die Schlägerblattstellung wird, je nach Rotation des
ankommenden Balles, leicht geschlossen.
Treffphase:
Der Ball wird am höchsten Punkt der Flugbahn (oder etwas früher) seitlich vor
dem Körper getroffen. Die Schlägerblattstellung ist leicht geschlossen und der
Unterarm beschreibt eine Bewegung nach vorne oben. (bis maximal zur Kinnhöhe
nach oben)
Ausschwungphase:
Der Schläger und der Unterarm befinden sich zwischen Kopf und Schulter, Schläger
und Unterarm zeigen in Richtung Netz. Der Schlagarm wird in die Ausgangstellung
zurückgeführt.
Beinarbeit:
Ausholphase:
Die Fußstellung ist diagonal, der rechter Fuß befindet sich hinten und das Körpergewicht
ruht auf dem hinteren Bein.
Treffphase:
Die Fußstellung ist diagonal, der rechter Fuß befindet sich hinten und das Körpergewicht
ist auf beide Beine verteilt.
Ausschwungphase:
Die Fußstellung ist diagonal, der rechter Fuß befindet sich hinten und das Körpergewicht
ruht auf dem hinteren Bein.
2.3.2.4 Der Vorhand Topspin (-Schlag)
Grundprinzip:
Die Bewegung verläuft von unten hinten nach vorne oben wobei der Ball im oberen
Teil des Schlägerblattes getroffen wird, dem Ball wird eine Vorwärtsrotation
verliehen.

Körper/Rumpfbewegung:
Ausholphase:
Die rechte Schulter und Hüfte werden zurück geführt und die linke Schulter
geht nach vorn.
Treffphase:
Starke Hüft- und Schulterdrehung, bis Hüft- und Schulterachse eine
parallele Linien zur Grundlinie des Tisches bilden.
Ausschwungphase:
Der Oberkörper bleibt gebeugt, zurück zur neutralen Stellung.
Arm- und Handgelenkeinsatz:
Ausholphase:
Der Arm wird leicht angewinkelt und der Schlagansatz wird unterhalb der Tischhöhe,
je nach Topspinvariante ausgeführt, wobei das Schlägerblatt leicht geschlossen
wird. Der Oberarm wird vom Körper entfernt.
Treffphase: Der Ball wird, seitlich vor dem Körper, in der
fallenden Phase der Flugbahn des Balles getroffen und der Unterarm beschreibt
eine Bewegung nach oben und wird durch Anwinkeln des Ellenbogengelenks stark
beschleunigt.
Die Schulter und der Oberarm unterstützen die Beschleunigung und
der Ball wird seitlich vor dem Körper, je nach Topspinvariante, mit
geschlossenem Schlägerblatt getroffen.
Ausschwungphase:
Der Schläger und der Unterarm schwingen vor den Kopf, dann wird der
Schlagarm in die neutrale Stellung
zurückgeführt.
Beinarbeit:
Ausholphase:
Die Fußstellung ist diagonal wobei sich der rechte Fuß hinten befindet und das
Körpergewicht ist auf dem hinteren Bein liegt.
Treffphase:
Die Fußstellung ist diagonal, der rechte Fuß befindet sich hinten und das Körpergewicht
ist auf beide Beine verteilt.
Ausschwungphase:
Die Fußstellung ist diagonal, der rechte Fuß befindet sich hinten und das Körpergewicht
ruht auf dem hinteren Bein.
Anmerkung:
Gute Spieler verstärken Tempo und Spin durch einen ausgeprägten
Handgelenkeinsatz. Dabei ist zu beachten, dass der Handgelenkeinsatz nur in
Bewegungsrichtung erfolgen darf.