3.3 Der Sprung
3.3.1 Weitsprung - Schrittsprung

Der Weitspringer ...“muss schnell wie ein Sprinter sein, 
die Sprungkraft eines Hochspringers und den 
Bewegungsrhythmus eines Hürdenläufers haben!“ (W. Popow)

 

Die Anlaufgeschwindigkeit als horizontale Geschwindigkeit ist der wichtigste Leistungsparameter. Ca. zwei Drittel der Weite werden durch sie bestimmt.

Ca. ein Drittel der Weite wird durch die Sprungkraft bestimmt.

 Ausgeprägtes Rhythmusgefühl, sowie  eine gute Arm-Bein-Koordination zur Erhaltung des Gleichgewichts im Flug sind darüber hinaus wesentliche Komponenten.

3.3.2 Die Schrittsprungtechnik
Der Weitsprung gliedert sich in Anlauf, Absprung, Flug und Landung. Der Anlauf ist bei allen Weitsprungtechniken ein Steigerungslauf aus dem Hochstart.
Frequenz und Länge der Anlaufschritte nehmen bis zur Absprungvorbereitung zu, der Rumpf des Springers richtet sich dabei allmählich auf.

Der Absprung erfolgt innerhalb von 0,10 Sek. bis 0,13 Sek. Es lassen sich drei Phasen unterscheiden (s. Abb.): 
- Aufsetzen des Sprungfußes (Figur 1), 
- die Amortisationsphase (Figur 2), 
- die Absprungstreckung (Figur 3). 
Der Springer setzt sein fast gestrecktes Sprungbein aktiv auf der flachen Sohle auf und führt mit dem Fuß eine schnelle, greifende (scharrende) Bewegung mit der Bewegung nach hinten-unten aus. 
Die Absprungbewegung beginnt mit der Streckung des Knie- und Fußgelenks im Sprungbein. Der Oberschenkel des Schwungbeins hat fast die Horizontale erreicht, während der Unterschenkel senkrecht herabhängt. Der Rumpf ist aufrecht.


 
Die nach oben geschwungenen Arme werden bei angehobenen Schultern ruckartig abgebremst. So entsteht eine Übertragung der Schwungkräfte von den Armen und der Schulter auf den Körper, die zur Gewinnung an Flughöhe beiträgt.
Die Bewegungen der Arme und Beine in der Flugphase dienen der Erhaltung des Gleichgewichts und der Vorbereitung der Landung.

3.3.3 Hangsprung- und Laufsprungtechnik

Man unterscheidet drei Techniken im Weitsprung 
Schrittsprung (s. oben)
Hangsprung
Laufsprung

Bei der Hangsprungtechnik senkt der Springer das Schwungbein-Knie und gleichzeitig wird das Sprungbein nach vorn unter den Rumpf gezogen. Diese Hanghaltung wird etwa bis zur Hälfte der Flugparabel bei behalten.


 
Bei der Laufsprungtechnik wird das Schwungbein nach vorn-oben geführt. Je nach Gestaltung der Flugphase werden eineinhalb bis dreieinhalb Laufsschritte ausgeführt.
     

Die Landung ist in allen drei Sprungtechniken in der Vorbereitung durch die typische Klappmesserhaltung geprägt. Der Springer gibt sofort nach der Landung in den Knien nach und schiebt das Becken nach vorn. Die Arme schwingen beide nach vorn.


  Zurück zur Inhaltsangabe